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Das Schöne im Alltag erkennen: So trainieren Sie Ihre Dankbarkeit

By Pamela Wolf, Februar 2022

Viele kleine Dinge machen unser Leben lebenswert. Das merken wir aber oft erst, wenn wir sie plötzlich nicht mehr haben. Schade! Denn Dankbarkeit für scheinbar Alltägliches macht uns nicht nur glücklicher, sondern auch gesünder und erfolgreicher. Die gute Nachricht: Das lässt sich trainieren.

Wer für die scheinbar kleinen Dinge im Leben dankbar ist, lebt glücklicher und ist gesünder. Dankbarkeit bringt uns Lebensqualität und hilft gegen Frust, Ärger, Angst und Stress. Dankbarkeit lässt uns Chancen und Möglichkeiten erkennen, macht uns erfolgreicher im Job und stärkt unsere Resilienz.

Dankbarkeit ist mehr als das «Merci!», das wir einem Kollegen zurufen, wenn er uns einen Gefallen getan hat. Sie ist eine Einstellung und ein Lebensgefühl, für welche es keine grossen Gesten braucht. Es reicht, wenn wir sie einfach wahrnehmen. Und: Wenn wir Dankbarkeit in unserem Leben verankern, dann spüren wir sie nicht nur bei grossen Ereignissen, sondern vor allem auch bei kleinen Dingen.

Doch Hand aufs Herz: Wie oft sind Sie dankbar für ganz alltägliche Dinge, wie beispielsweise …

  • … Ihre Gesundheit?
  • … Ihre Freundinnen und Freunde?
  • … eine funktionierende Internetverbindung?
  • … ein gemütliches Zuhause?
  • … die frische Luft auf dem Morgenspaziergang?
  • … Ihre Partnerin oder Ihren Partner?
  • … ein Lächeln?

Oftmals bemerken wir das Kostbare in unserem Leben erst, wenn wir es plötzlich nicht mehr haben. Wenn wir mit Fieber im Bett liegen, erkennen wir, wie gut sich das Leben als grundsätzlich gesunder Mensch anfühlt. Wenn wir uns auf Reisen durch die abgasgetränkte Luft Bangkoks kämpfen, merken wir, wie sauber die Luft in der Schweiz ist. Wenn wegen Corona plötzlich alle Restaurants schliessen, realisieren wir, wie viel Spass es macht, ab und zu auswärts zu essen. Und wenn wir plötzlich anderthalb Meter Abstand halten müssen, wird uns bewusst, wie wertvoll Umarmungen sind.

Die gute Nachricht: Dankbarkeit ist lernbar! Hier sind drei Ideen, mit denen Sie Ihre Dankbarkeitsmuskeln trainieren.

Das Dankbarkeitstagebuch: 5 Minuten für mehr Dankbarkeit

Ein Dankbarkeitstagebuch hilft uns dabei, bewusst auf die positiven Dinge zu fokussieren. Mit nur fünf Minuten täglich sind Sie dabei. Probieren Sie es doch einfach mal eine Woche lang aus. Und so geht’s:

  • Reservieren Sie sich ein Zeitfenster von fünf Minuten, möglichst immer zur gleichen Zeit.
  • Nehmen Sie ein leeres Heft oder ein Notizbuch zur Hand. Tipp: Es gibt auch zahlreiche Dankbarkeitstagebücher zu kaufen, die Sie mit Fragen und Anregungen unterstützen.
  • Notieren Sie sich jeden Tag drei Punkte, für die Sie dankbar sind oder über die Sie sich heute gefreut haben. Diese müssen keineswegs spektakulär sein. Das Gezwitscher der Vögel am Morgen? Wunderbar! Ein kurzer Spaziergang über Mittag? Super! Einfach nur froh, dass der Tag zu Ende ist? Aufschreiben!

Das Dankbarkeitsritual: Zwei Fragen pro Tag für mehr Dankbarkeit

Das Dankbarkeitsritual hat einen ähnlichen Effekt wie das Dankbarkeitstagebuch, ist aber noch einfacher und niederschwelliger umzusetzen. Alles, was es dafür braucht: Sie stellen und beantworten sich täglich zwei Fragen.

  • Fragen Sie sich morgens nach dem Aufwachen: Worauf freue ich mich heute?
  • Fragen Sie sich abends vor dem Schlafengehen: Wofür bin ich heute dankbar?

Das Negativ-Szenario: Ein kleiner Trick für Schwarzseherinnen und Pessimisten

Wenn es Ihnen schwerfällt, Dinge zu finden, für die Sie dankbar sind und Ihnen eher Negatives in den Sinn kommt: Drehen Sie das Ganze zum Einstieg doch einfach mal um und halten Sie Ihren Fokus bewusst auf dem Negativen. Der kleine Twist dabei: Sie überlegen sich, wie es noch schlimmer hätte kommen können. Stellen Sie sich dafür Fragen wie:

  • Was hätte heute bei Ihrer Präsentation sonst noch alles schiefgehen können?
  • Was wäre passiert, wenn Sie heute auf dem Weg zu Ihrem Vorstellungsgespräch nicht eine halbe, sondern zwei Stunden im Stau gestanden hätten?
  • Wie hätte die Diskussion mit Ihrem Partner noch schlimmer enden können?

Auch solche Szenarien geben uns Grund, dankbar zu sein. Dankbar dafür, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist.

Wir hoffen, dass wir Ihnen das Thema Dankbarkeit ein wenig näher bringen konnten und wünschen Ihnen gute Gesundheit, liebe Mitmenschen und viele kleine Glücksmomente!

Wie praktizieren Sie Dankbarkeit im Alltag? Lassen Sie es uns wissen in einem Kommentar.

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